Laut einer Studie von ExactTarget wird sich das explosive Wachstum des Smartphone-Markts weiterhin fortsetzen. Im Februar 2011 berichtete comScore, dass die US-Smartphone-Nutzung in den letzten 12 Monaten um 60% gewachsen ist. Die Gesamtzahl der US-Amerikaner mit Smartphones stieg damit auf 63,2 Millionen im Q4 2010.
Laut der International Data Corporation wird der weltweite Smartphone-Markt voraussichtlich um 49,2% im Jahr 2011 wachsen. Das ist mehr als viermal schneller als das erwartete Wachstum des gesamten Handy-Markt und deutet darauf hin, dass die aktuellen Feature-Phone-Besitzer sich schnell auf Smartphones umgestellt haben, während Nicht-Handybesitzer beim Kauf ihres ersten Handys direkt Smartphones erwerben.
- 89% der US-Online-Verbraucher im Alter von 15+ Jahren besitzen ein Handy
- 41% besitzen ein Smartphone (mit E-Mail-Funktionen, Web-Zugriff und andere erweiterte Funktionen)
- 48% besitzen eine Feature-Telefon (in der Regel auf Anrufe und SMS beschränkt)
- Nur 11% besitzen kein Handy
Obwohl Blackberry ein Pionier bei der Entwicklung von Smartphones war, hat sich die Handy-Landschaft schnell verändert. Zwar ist Android ein relativer Neuling auf dem Smartphone-Markt, steigt seine Popularität rapide – wahrscheinlich auch aufgrund seiner Erschwinglichkeit verglichen mit dem iPhone. Insgesamt haben sich ein Drittel der US-Smartphone-Besitzer ein Android-Handy gekauft, gefolgt von iPhone und Blackberry.
Das Smartphone hat sich zu einem modernen Schweizer Taschenmesser entwickelt. Laut einer neuen Umfrage von Prosper Mobile Insights sagen manche der 52,9% der Smartphone-Besitzer, dass sie alle Funktionen ihres Smartphones nutzen. Weitere 30,4% sagen, sie nutzen alle grundlegenden Funktionen ihrer Geräte, plus ein paar Apps. Und nur 16,7% nutzen ihre Smartphones ausschließlich zum Telefonieren, SMS und E-Mail.
31% der Verbraucher sagen, sie nutzen ihre Smartphones, um “den ganzen Tag” Anrufe zu tätigen, während 69% nur mehrere Anrufe pro Tag ausführen. Insgesamt 87% verwenden Ihr Smartphone für mindestens einen Anruf pro Tag. Frauen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren nutzen ihre Smartphones am wenigsten zum Telefonieren.
38% der befragten Verbraucher nutzen ihre Smartphones ” den ganzen Tag” zum SMS-Schreiben, 67% schreiben mehrmals pro Tag SMS. Insgesamt 78% geben an, mindestens einmal pro Tag eine SMS zu schreiben. Nur 6% geben an, weniger als einmal im Monat die SMS-Funktion zu nutzen.
E-Mail ist die dritthäufigste Smartphone-Aktivitäten. Mehr als die Hälfte der Verbraucher (53%) nutzen ihr Smartphone, um mehrmals pro Tag ihre E-Mails zu überprüfen. 29% berichten, dass sie ihre E-Mails “den ganzen Tag”abrufen, und insgesamt 66% rufen mindestens einmal pro Tag ihre elektronische Post auf dem Smartphone ab.
Surfen “on-the-go” im mobilen Internet ist auch eine gemeinsame Aktivität unter Smartphone-Besitzer. 18% der Smartphone-Besitzer nutzen “den ganzen Tag” ihre Smartphones, um im Internet zu surfen, und 58% tun dies mindestens einmal pro Tag.
Interessant ist, dass das Web-Surfen häufiger von 18-24 Jährigen genutzt wird als bei der jüngeren Generation. Dies liegt wahrscheinlich an den Nutzungsbeschränkungen während der Schulzeit. Da ist es viel einfacher, eine SMS zu schreiben oder E-Mails zu überprüfen als auf einer Webseite zu surfen.
Facebook wird von einer Mehrheit von Smartphone-Besitzern auf einer täglichen Basis verwendet. 17% der Befragten überprüfen Facebook-Neuigkeiten auf tagtäglicher Basis mit ihrem Smartphone, und 35% überprüfen Facebook zumindest mehrmals pro Tag. Insgesamt überprüfen 50% Facebook mindestens einmal täglich.
Smartphone-Funktionen werden ständig erweitert; neue Features, Funktionen und Anwendungen fast täglich eingeführt. Und auch, wenn nicht alle Features von den Smartphone-Besitzern angenommen werden, gibt es einige Vorläufer, denen wir uns im folgenden zuwenden möchten.
Location-Based Services (LBS) wie das “Checking in” auf Netzwerken wie Foursquare, Friendticker ist noch keine Mainstream-Aktivität, aber es ist eine erhöhte Annahme zu erkennen. 28% der Smartphone-Besitzer haben ihr Handy mindestens einmal auf Standort-basierte Diensten wie Foursquare, Gowalla und Facebook Places eingecheckt. Dies entspricht etwa 12% des gesamten US-Online-Bevölkerung. Frauen nutzen häufiger Check-in Service: 37% der weiblichen Smartphone-Besitzer haben bereits eingecheckt verglichen mit 21% der Männer.
Die lässt sich dadurch erklären, dass Frauen eher “Schnäppchenjäger” sind als Männer. Das widerspricht früheren Spekulationen, dass Check-in-Services hauptsächlich von jungen Hipstern genutzt werden würde.
Quick Response (QR)-Codes und Barcodes sind nur geringfügig weniger populär als Check-Ins. 24% der Smartphone-Besitzer (das entspricht 10% des gesamten Online-Bevölkerung in den USA) berichten, dass sie bereits einen QR-Code oder ähnliches Barcode eingescannt haben, um weitere Informationen über ein Produkt, ein Unternehmen oder Event zu erhalten.
Push-Benachrichtigungen ermöglicht es Unternehmen, Nachrichten direkt an ihre Anwendungs-Benutzer zu schicken, auch wenn die Anwendung geschlossen ist. Push-Benachrichtigungen sind besonders nützlich für die Vermittlung aktueller Informationen wie aktuelle Nachrichten oder z.B. exklusive Verkaufs-Updates. Insgesamt sagen 16% der Smartphone-Nutzer, dass sie nach nach solch einer Marketing-Botschaft auf einen Einkauf auf ihrem Smartphone eingegangen sind.
Email ist die effektivste Weise, mobile Käufe auslösen. Marketingbotschaften, die auf dem Smartphone zugestellt und gelesen werden, treiben mehr Verbraucher zum Kaufen an als jede andere Methode. 55% geben an, dass sie mindestens einen Einkauf auf der Grundlage einer mobilen E-Mail getätigt haben. SMS (41%), Facebook (35%) und Shopping-Anwendungen (32%) zeigen ebenfalls eine starke Response zum Kaufverhalten.
Mehr als die Hälfte der 16%, die bereits einen Kauf nach Erhalt einer E-Mail auf ihrem Smartphone getätigt haben (dies entspricht etwa 9% der gesamten US-Online-Bevölkerung), haben schon mindestens einen Einkauf auf dem Smartphone selbst abgeschlossen. Dazu gehören Einkäufe über den Smartphone-Browser, eine App oder über den App Store. Es zeigt, wie Einkäufe über den bequemen mobile Kanal durchaus genutzt werden und stetig zunehmen, während die Tatsache nicht vergessen werden darf, dass mobilen Nachrichten, auf die Einkäufe folgen, das Crossmarketing vervollständigen.
Der Bericht schließt mit der Feststellung, dass mobile ist kein Kanal ist, sondern eine Reihe von Plattformen, die für on-the-go-Kommunikation über E-Mail, Facebook, Twitter, SMS, Anwendungen, etc. eine wichtige Rolle spielt. Jeder dieser Kanäle ist wichtig bei der Entwicklung einer mobilen Strategie.